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Die Bevölkerung

Die Lebensweise

Die Bevölkerung

Lange vor Beginn der Kolonisation lebten hier Indianer, ein an Gebräuchen, Traditionen und Folklore reiches Volk, das sich hauptsächlich dem Töpferhandwerk, dem Korbflechten und der Verarbeitung von Perlen widmete.

Die Kreolen entstanden aus der Mischung verschiedener ethnischer Gruppen. Eine bedeutende Zahl kreolischer Einwanderer, die nach dem Vulkanausbruch des "Montagne Pelée"  im Jahre 1902 aus Martinique kamen, hat dafür gesorgt, dass heute die kreolische Bevölkerung die größte ethnische Gruppe in Französisch-Guayana bildet, die sich besonders durch ihre Handwerkskunst, ihre Gastronomie und den Karneval auszeichnet.

Die Buschneger, auch Maron genannt, deren Vorfahren Negersklaven waren, sind vor der Sklaverei geflohen, indem sie sich in die Wälder zurückzogen. Sie leben heute hauptsächlich in der Gegend des Rio Maroni und sind besonders bekannt für ihre exzellenten Holzschnitzereien.

Die Asiaten,  chinesische Einwanderer, die in zwei Wellen im 19. und 20. Jahrhundert immigrierten, stammen aus dem Süden Chinas, dem Hinterland von Hongkong und der Region von Kanton.

Die H’mong, vor dem Indochina-Krieg geflohen, haben sich im Jahre 1976 in Französisch-Guayana in den neuen Siedlungen von Cacao und Javouhey niedergelassen.

Die übrige Bevölkerung, Brasilianer, Haitianer, Libanesen, Einwanderer von den Kleinen Antillen, aber auch Franzosen und Südamerikaner tragen zu der unglaublichen Vielfalt und Farbigkeit bei, die heute die Gesellschaft Französisch-Guayanas ausmacht.

 

Kunst und Handwerk

Jede kulturelle Gruppe hat in Französisch-Guayana durch ihr spezielles handwerkliches Können zu der reichhaltigen Vielfalt beigetragen, die wir heute hier vorfinden : die Stickerei, die von den Frauen verschiedener Gemeinden gepflegt wird, die Holzschnitzerei, das Korbflechten, das Töpfern

die Juweliere und Schmuckwarenhersteller (durch seine reichen Goldvorkommen ist Französisch-Guayana eine wahre Goldgrube für Schmuckliebhaber). 

 

Die Gastronomie

Die guayanische Küche ist ein regelrechter Schmelztiegel köstlicher Spezialitäten der verschiedenen Kontinente. Sie begeistert alle Gaumenfreunde mit ihren exotischen Köstlichkeiten. Als Aperitif ist der Ti’Punsch das Nationalgetränk, bestehend aus Limonensaft, Zuckerrohrsirup und natürlich Rum, dazu reicht man „Accras de morue“, eine Fischspezialität aus Dorsch oder Kabeljau, und „Boudin“ die landestypische Wurst.

Dank der reichlichen Meeresfrüchte und Süßwasserfische aus den zahlreichen Flüssen können Sie eine große Vielfalt an Fischspezialitäten, Krebsen, Langusten und Krabben genießen.

Aus den Wäldern stammt die Grundlage für die köstlichen Wildgerichte.

Die unendliche Fülle herrlicher Früchte wie Ananas, Mangos, Papayas, Litschi und Bananen geben ohne Zweifel dem „süßen Leben“ in Französisch-Guayana seinen besonderen Reiz.

 

Der Karneval

Mit Vaval, oder auch „König Karneval“, beginnt am Tag nach Epiphania (Heilige Drei Könige) die fünfte Jahreszeit, der Karneval, der bis Aschermittwoch andauert.

Weitere lokale Feste finden in der Zeit von Ende Juni bis zum 26. Dezember statt.